ISBN 978-3740743178
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Gleich nach der Schule machte ich mich widerwillig auf dem Weg. Heute würde ich meinen „freiwilligen Dienst“ in diesem Seniorenheim antreten. Unsicher lief ich durch den Eingangsbereich, suchte das Büro von Frau Sommer, und fand es schlussendlich mit Hilfe einer netten Pflegerin. Sie erwartete mich schon, mein Dad avancierte meinen Besuch. Nach Erteilung einer kurzen Unterweisung und einer Führung durch das Haus teilte sie mich für die Gesellschaft einer Frau Richter ein. „Die alte Dame ist erst wenige Tage bei uns!“, erklärte sie mir, „Anfänglich haben alle neuen Bewohner Schwierigkeiten sich in die ungewohnte Situation einzufügen. So alten Menschen fällt es schwere ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, und noch ein Mal neu anfangen zu müssen! Also sei nett zu ihr! Ihr Zimmer ist im ersten Stock Zimmer 105!“ Ich machte mich auf den Weg. Schlenderte gelangweilt den Gang entlang und klopfte. Also sich nichts tat, trat ich zögernd ein. „Grüß Gott Frau Richter!“ sagte ich höflich, „Ich bin Cathy! Wenn es ihnen Recht ist leiste ich ihnen ein wenig Gesellschaft!“ Sie antwortete nicht, schien mich nicht ein Mal wahr zu nehmen. Starrte weiterhin gedankenverloren aus dem Fenster. Das kannte ich. Wenn ich traurig war, wollte ich mich auch nicht unterhalten, wollte auch einfach nur in Ruhe gelassen werden. Also setzte ich mich auf einen Stuhl öffnete meine Schulmappe und begann meinen Text für Romeo und Julia zu lernen. Ich vertiefte mich in den Text, und Frau Richter blieb bewegungslos sitzen. Nach vier Stunden erhob ich mich. Verabschiedete mich und ging wieder. Am zweiten Tag das gleiche Spiel und auch am dritten. Am vierten Tag, ich kramte gerade nach meinem Textheft, drehte sie sich zu mir um. „Cathy also?“, fragte sie „Ja“, antworte ich „Und was liest du da immer?“ „Romeo und Julia!“ Und dann erzählte ich ihr von unserer Schulaufführung. Ihre Antworten auf meine neugierigen Fragen kamen noch einsilbig. Aber es schien als würde sie sich an meine Anwesenheit gewöhnen. Am fünften Tag, ich war gerade erst gekommen, begann sie von selbst zu erzählen. Von ihrem Leben vor der Seniorenresidenz. Von ihrem Mann der vor fünf Jahren starb. Von ihrer Tochter, die in Berlin lebte. Und von ihrem Sohn der vor zehn Jahren nach Australien auswanderte und sich nie mehr meldete. Und von den letzten Jahren, wo alles immer mühsamer wurde. Wo die Augen nicht mehr wollten und auch die Füße nicht. Von ihrer Wohnung im zweiten Stock, ohne Lift. Den Treppen, die ihr den Einkauf zur Hölle machten. Von Frau Klausner, die neben ihr wohnte und sie unterstützte bis sie vor einem halben Jahr umzog. Und wie sehr sie nun ihre eigenen vier Wände und den vertrauten Blick aus dem Fenster vermisste. Und das es besser wäre früh zu sterben, als dieses Elend zu erleben. Da sprach so viel Traurigkeit aus ihr. Im Laufe der nächsten Tage erfuhr ich viel über sie. Aber auch ich begann von mir zu erzählen. Von meinem Dad, von meiner Mom die ich nie kennen lernte. Und ich erzählte ihr, dass man nicht alt werden müsste, um sich einsam zu fühlen. Das es dieses Gefühl auch in meinem Leben gab. „Wann hast du deine Sozialstunden die dir dein Vater aufgebrummt hat abgedient?“, fragte sie eines Nachmittags. „In drei Tagen!“, sagte ich, „Aber keine Sorge! Ich werde sie ganz sicher nicht vergessen! Ich komme sie auch weiterhin besuchen! Zwar nicht mehr jeden Tag! Aber ich denke zwei Mal in der Woche das schaffe ich bestimmt! Versprochen!“ Sie musterte mich eigenartig. „Das ist lieb von dir Kind! Du weißt nicht, wie sehr du mir ans Herz gewachsen bist. Und wie sehr du mir meine letzten Tage verschönert hast, aber ich denke ich werde nicht mehr lange hier sein!“ „Wie jetzt?“, fragte ich nach, „Ziehen sie wieder aus?“ Sie lächelte verschmitzt und ihre Augen leuchteten seltsam verklärt. „Nein!“, sagte sie, „Ich gehe Heim zu Robert, meinen Mann!“ „Geht es ihnen nicht gut?“, fragte ich verstört, „Soll ich die Schwester holen?“ Doch sie schüttelte nur den Kopf und hielt sanft meine Hand. Ließ sie nicht los, hielt sie den ganzen Nachmittag über bis ich ging. „Bis Morgen!“, sagte ich, ehe ich sie verließ. „Lebwohl Cathy!“ sagte sie leise. Wie immer gleich nach der Schule machte ich mich auf den Weg. Klopfte und stürmte wie gewohnt ins Zimmer. Es war leer. Das Bett war abgezogen und der Raum wirkte ohne die vertrauten Bilder an der Wand fremd. „Komisch!“, dachte ich lief auf den Gang traf dort ein der Pflegerinnen. „Frau Richter ist nicht in ihrem Zimmer. Wo wurde sie hingebracht?“ „Frau Sommer hat deinen Vater angerufen, wurdest du nicht informiert?“ Ich schüttelte unsicher den Kopf, und Panik stieg hoch. „Frau Richter ist heute Nacht verstorben!“, informierte sie mich. Ich war wie versteinert, ließ mich schwer auf einen der Stühle am Gang fallen. Vergrub mein Gesicht in meinen Händen. „Es tut mir Leid Cathy! Ich weiß ihr Beide habt Freundschaft geschlossen!“, sagte sie und griff tröstend nach meiner Hand. „Haben wir wirklich!“, sagte ich beinahe tonlos. Konnte nicht glauben das Frau Richter Tod war. Ich griff nach meiner Mappe. Wie ferngesteuert verließ ich die Seniorenresidenz. Jetzt erst kullerten Tränen, und meine Füße kamen in Bewegung. Liefen und liefen bis ich das Haus der Wegeners erreichte und stürmisch klingelte. Dann stand Sarah vor mir, machte ein Gesicht als wäre ich ein Geist. „Was ist passiert Cathy?“ fragte sie erschrocken und zog mich in ihre Arme. „Frau Richter ist tot!“ erzählte ich fassungslos, „Und Dad fand es nicht der Mühe wert mich darüber zu informieren! Ich habe es erst vor Ort erfahren! Sarah zerrte mich hoch in ihr Zimmer. Hielt mich fest, verhinderte, dass ich versank in diesem Meer aus Tränen. Erst langsam versiegten sie. Dabei half auch die Zigarette und einen Pappbecher mit Kognak den mir Sarah in die Hand drückte. Beides ließ mich ruhiger werden. „Lass uns heute ausgehen!“, schlug Sarah vor, „Deine Frau Richter hätte bestimmt nicht gewollt, dass du so traurig bist!“ Sarah hatte Recht. Und noch immer klang Frau Richters „Lebwohl Cathy“ in meinen Ohren.
26.Kapitel
Er kehrte gerade von der allmorgendlichen Frühbesprechung mit seinen Ärzten in sein Büro zurück, als das Telefon läutete. „Frau Sommer von der Seniorenresidenz möchte sie sprechen!“, informierte in Belinda. Er seufzte tief, vermutete sofort, dass Cathy sich entweder nicht an die Vereinbarung hielt, oder sonst schon wieder etwas Ausgefressen hatte. Dass sein Bluff sie anzuzeigen aufging, verwunderte ihn von Anfang an. Warf gleichzeitig die Frage auf, was Cathy ihm alles zutrauen würde. Niemals wäre er so weit gegangen, aber das wusste sie zum Glück nicht. „Guten Morgen Frau Sommer!“, grüßte er Dienstbefliesen, „Gibt es Probleme mit Cathy?“ „Nein überhaupt nicht“, antwortete sie verwundert, „Ihre Tochter ist ein wunderbarer Mensch! So einfühlsam und so engagiert! Es ist nur leider so, dass die alte Frau Richter die Cathy so hervorragend betreut hat, heute Nacht verstorben ist. Zwischen den beiden hat sich in den letzten drei Wochen eine enge Verbundenheit entwickelt. Ich befürchte nun, dass es für einen jungen Menschen wie Cathy furchtbar sein muss, so unvermittelt mit dem Tod konfrontiert zu werden. Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass sie erst bei uns im Haus von Frau Richters Ableben erfährt. Ich glaube es wäre sinnvoller sie vorab zu informieren!“ „Natürlich, da stimme ich ihnen zu! Danke für die Information. Ich selbst werde Cathy in Kenntnis setzen!“, sagte er bedankte sich und beendet umgehend das Telefonat. Sofort rief er Belinda zu sich um seine Mittagstermin zu streichen, nahm sich vor Cathy von der Schule abzuholen. „Vielleicht ist das ja auch die Gelegenheit dieses eisige Schweigen zwischen uns wieder zu beenden!“, dachte er hoffnungsvoll. Ja, Cathy hielt sich an die getroffene Vereinbarung, aber seit jenem Vorfall wechselten sie kein Wort mehr mit ihm. Wann immer er den Raum betrat verließ sie ihn demonstrativ fünf Sekunden später. Die Situation belastet ihn. Denn auch beim Entzünden der Kerzen am Adventkranz glänzte sie durch Abwesenheit. Selbst die duftenden Kekse, die sie so sehr liebte vermochten sie nicht aus ihrem Zimmer zu locken. Er war gerade im Begriff das Haus zu verlassen, als Doktor Freier ihm stoppte. Hastig beinahe zwischen Tür und Angel berieten sie sich über einen akuten Fall und stimmten das Vorgehen ab. Als er die Schule erreichte fehlte von Cathy jede Spur. Sofort machte er sich auf dem Weg zur Seniorenresidenz. Erfuhr dort, das Cathy bereits vor fünf Minuten weinend das Gebäude verließ. Er fluchte innerlich, und machte sich auf den Weg nach Hause. Doch auch Maria winkte ab. Cathy war nicht nach Hause gekommen. Mit kurzen Worten informierte er Maria von Frau Richters ableben, und das er es verabsäumt Cathy zu informieren. „Dann ist Cathy bei Sarah!“, beruhigte ihn Maria, „Machen sie sich keine Sorgen! Bei Sarah findet Cathy Trost!“ Zum wiederholten Male läutete sein Handy. „Ich muss zurück in die Klinik! Ich spreche heute Abend mit Cathy!“, sagte er entnervt, ehe er eilig das Haus verließ.
27.Kapitel
Mein Handy läutete. Ein Blick aufs Display zeigte mir, dass der Anruf von Dad kam. Umgehend drückte ich auf ablehnen. Der hatte ja Nerven. Dieses Mal würde ich ihm nicht so leicht vergeben. Ja ich war immer der Trottel der eine Ausrede für ihn fand. Doch als er drohte mich anzuzeigen, war mein Bedarf endgültig gedeckt. Ich ging ihm aus dem Weg. Redete kein Wort mehr mit ihm. Selbst die gemütlichen Stunden vorm Kamin mit Keksen und Punsch, die sonst diese Vorweihnachtstimmung in mein Herz zauberte ließ ich ausfallen. Nun ja. Was Dad nicht wusste Kekse und Punsch schmuggelte die fürsorgliche Maria zu mir nach oben. Trotzdem es war nicht das Selbe hier oben alleine zu sitzen. Ich vermisste das prasselnde Feuer, den flackernden Schein der Kerze am Adventkranz. Am meisten aber vermisste ich die entspannten Stunden die wir bis jetzt jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit miteinander verbrachten. Aber Dad verdiente meine Gesellschaft nicht. Mit jemanden der mich an die Polizei ausliefern würde, wollte ich nichts zu tun haben. Das war das Letzte, wirklich Allerletzte. Jonas versuchte mich zu beruhigen. Er war davon überzeugt das Dad nur bluffte. Aber ich, nein ich traute ihm alles zu, und so konnte mich auch Jonas nicht dazu bewegen nach unten ins Kaminzimmer zu gehen. „Und Weihnachten?“ hatte er nachdenklich gefragt. Ich sprach mit Frau Richter darüber noch kurz vor ihrem Tod. Sie meinte ich müsse verzeihen. Man verschwende nur Energie und kostbare Zeit, die einem am Ende dann fehlen würde. Ich war so knapp davor einzulenken und dann enttäuschte er mich wieder. Seine Klinik war das Wichtigste in seinem Leben, was zählten da mein Schmerz und meine Gefühle. „Kann ich heute bei dir schlafen Sarah?“ fragte ich unsicher „Selbstverständlich!“, bestätigte sie, um gleich darauf schäbig zu Grinsen. „Wie schade! Leider kann ich meinen Vater nicht fragen er ist auf einer Fachtagung!“ „Und ich frage gar nicht!“, sagte ich finster, „Schreib erst spät am Abend eine Mitteilung an Maria!“ Unser Plan stand. Zuerst in eine Kneipe und dann in den InClub. Morgen war ohnehin Samstag also schulfrei! Zum Glück passten mir Sarahs Klamotten, denn man Schuloutfit war ganz und gar nicht ausgehtauglich. Während wir uns schminkten, läutete ununterbrochen mein Handy. Dad quatschte meine Mobilbox randvoll. Ich stellte es auf lautlos. Meinen Mädelabend mit Sarah würde er mir nicht auch noch verderben. Schon in der ersten Kneipe bediente ich mich ordentlich. Ersäufte meinen Kummer. Sarah sah geflissentlich darüber hinweg. Verweigerte mir nur das Steuer. Mittlerweile besaß sie den Führerschein, hielt sich streng an die vorgegebene null Promillegrenze. Erst beim InClub wollte sie mit einsteigen, denn unsere Heimfahrt würden wir mit dem Taxi antreten. Die Schlange der Wartenden war elendslang. Zum Glück nicht für uns, und fünf Minuten später saßen wir an einem der kleinen Tische. Die Musik und der Alkohol beruhigte mich und Sarah tat das ihre um mich aufzuheitern. Ich wüsste nicht, was ich ohne meine beste Freundin tun würde. Sie fand immer die richtigen Worte, wusste zu trösten. Konnte zwar nicht verhindern dass ich manchmal stürzte, aber sie half mir dabei hochzukommen. Nicht liegen zu bleiben und in meinem Schmerz zu verharren. So fand dieser Tag dann doch noch ein versöhnliches Ende. Ohne Tränen und Verzweiflung und das alles verdankte ich Sarah. 28.Kapitel
Nach einer kurzen Nacht chauffierte mich Sarah nach Haus. Kurz überlegte ich den Weg über den Kastanienbaum zu nehmen, um von Dad nicht entdeckt zu werden. Doch ich entschied mich dagegen. Er sollte nur wissen, dass ich ohne seine Erlaubnis bei Sarah nächtigte. Dad und Jonas saßen beim Frühstück. Mein Gesicht verfinsterte sich. Ich fuhr meine Krallen aus, stellte mich auf Kampf ein. Doch Dad sagte kein Wort als ich am Esszimmer vorbei brauste. Als ich auf mein Zimmer kam lag ein Brief auf meinem Kopfkissen. Sofort erkannte ich die zittrige Handschrift von Frau Richter. „Für Cathy“ stand auf dem Kuvert. Unsicher setzte ich mich auf den Rand des Bettes, hielt es wie einen Schatz in meinen Händen. Wendete ihn von einer Seite auf die andere, begann dann zu lesen.
Liebe Cathy Ich möchte mich bei dir bedanken, für die Zuneigung und das Verständnis das ich durch dich erfahren habe. Gerne wäre ich noch ein Weilchen geblieben um dich auf deinen Weg zu begleiten. Aber es ist Zeit für mich Heimzukehren. Ich verlasse diese Welt mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend weil ich endlich meinem geliebten Mann folgen darf, weinend weil ich viele wertvolle Menschen, so wie dich, zurücklassen muss. Doch da gibt es eine Sache, etwas das ich dir noch unbedingt sagen muss. Lass nicht zu, dass du dich von den Menschen die du liebst entfernst. Nichts ist so wichtig wie die Familie. Manchmal muss man seinen Groll hinunterschlucken, manchmal muss man seinen Ärger hinten anstellen. Denn wenn man es nicht tut, läuft man Gefahr das Wichtigste zu verlieren. Ich weiß wovon ich rede. Auch ich habe zugelassen, dass mir meine Kinder fremd wurden. Habe meinen Stolz vor die Liebe gestellt. Der Preis denn ich dafür bezahlt habe war hoch, viel zu hoch. Lerne aus meinen Fehlern und verzeihe den Menschen die du liebst. Du bist ein wunderbarer Mensch! Lebwohl Cathy!
Zitternd hielt meine Hand den Brief, ihre Worte drangen tief in meine Seele. Vermochten die dunklen Wolken aus meinem Gesicht zu vertreiben. Erfüllt mein Herz mit Wärme. Es fiel mir nicht leicht, nein das wäre gelogen. Aber ich wollte versuchen Frau Richters Worten zu folgen. Wollte Dad die tausendste Möglichkeit einräumen einen Weg zu mir zu finden. Ja ich verzieh ihm schon oft. Die vielen einsamen Stunden, die unzähligen Tränen und dieses schmerzhafte Gefühl nicht von Bedeutung für ihn zu sein. Meine Hand fuhr über mein Gesicht, wischte die Tränen weg und versuchte gleichzeitig diese dunklen Gedanken zu vertreiben. Es waren nur mehr sechs Tage bis Weihnachten. Heute Abend würden wir wieder vorm Kamin sitzen. Es galt die letzte der vier Kerzen zu entzünden. Frau Richters Brief rettete Weihnachten, schaffte es, dass in meinem Herzen Frieden einkehrte. Gerade noch rechtzeitig um dieses Fest friedlich und besinnlich verbringen zu können. Ich saß noch immer am Bett als es klopfte. „Komm herein Jonas!“ Doch es war nicht Jonas. Es war Dad der verlegen in der Türe stand. Augenblicklich zog sich mein Herz zusammen, ich fühlte mich klein. Doch dann richtete ich mich auf. Frau Richters Worte im Gedanken. „Es tut mir von Herzen Leid Cathy!“, sagte Dad und überraschte mich damit völlig. Ich fürchtete Tadel, eine weitere Auseinandersetzung. Und diese Angst mein gefasster Entschluss Frieden zu machen, könnte sich in Luft auflösen. Aber zum ersten Mal seit langem ging er auf mich zu. Ohne Groll ohne Vorwurf nur als Dad. Als er mich dann auch noch in seine Arme zog brachen alle Dämme. Ich weinte, konnte gar nicht mehr aufhören. Er saß einfach nur neben mir, wortlos und hielt mich fest. Wartete bis sich mein bebender Körper wieder fing. Es tat so gut, spülte so viel Bitterkeit und Einsamkeit aus meinem Herzen. „Ich liebe dich Dad!“, flüsterte ich. Sah wie sein beherrschtes Gesicht zuckte und eine kleine Träne aus seinem Augenwinkel rollte. „Ich liebe dich auch!“, sagte er mit rauer Stimme. Es war ein unglaubliches Gefühl, in seinen warmen schützenden Händen Geborgenheit und Trost zu finden.
Bereits erschienen:
Cathy Jefferson – Sarah Dezember 2017 ISBN 978-3740733469
Cathy Jefferson – Lucie März 2018 ISBN 978-3740744823
Cathy Jefferson – Erinnerungen Oktober 2018 ISBN 978-3740 750 138
Cathy Jefferson – Blickwinkel September 2019 ISBN 978-3740743178
Es folgt noch: Cathy Jefferson – ????
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